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Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Bezeichnung Fachanwalt wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen. Die Fachanwaltsbezeichnung basiert auf dem deutschen Berufsrecht der Rechtsanwälte. Der Fachanwalt im Arbeitsrecht gehört im deutschen Berufsrecht der Rechtsanwälte zu den ältesten Fachanwaltsbezeichnungen, welche in § 43c Bundesrechtsanwaltsordnung aufgeführt sind. Inhaltlich ist die Berechtigung für das Führen eines Fachanwaltstitels in der Fachanwaltsordnung geregelt. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht hat der Rechtsanwaltskammer im Verfahren zur Erlangung des Titels folgende Kenntnisse nachzuweisen:

1) individual Arbeitsrecht, der Abschluss und die Änderung eines Arbeitsvertrags und Berufsausbildungsvertrags, Kenntnisse über den Inhalt und die Beendigung des Arbeitsvertrags und Berufsausbildungsverhältnisses einschließlich der Fragen zum Kündigungsschutz, die Grundzüge der betrieblichen Altersversorgung, Schutz der besonderen Personengruppen, insbesondere der Schwangeren und Mütter, der Schwerbehinderten und Jugendlichen, die Grundzüge des Arbeitsförderungsrechts sowie des Sozialversicherungsrechts.

 

2) das kollektive Arbeitsrecht und Tarifvertragsrecht, Personalvertretungsrecht und Betriebsverfassungsrecht, Grundzüge des Arbeitskampfrechts und des Mitbestimmungsrechts.

 

3) das Verfahrensrecht

 

Der Erwerb zum Erlaubnis des Titels Fachanwalt für Arbeitsrecht hat darüber hinaus praktische Komponenten. Der Nachweis zur Bearbeitung von 100 Fällen ist zu führen. Mindestens die Hälfte der Fälle muss ein rechtsförmliches Verfahren betreffen. Insbesondere ist hier anzuführen, dass mindestens fünf Fälle aus dem Bereich des kollektiven Arbeitsrecht stammen müssen.

 

Hinweis von Rechtsanwalt Joachim Schrader, Fachanwalt für Arbeitsrecht Düsseldorf

Tag Archives: Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Bezeichnung Fachanwalt wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen. Die Fachanwaltsbezeichnung basiert auf dem deutschen Berufsrecht der Rechtsanwälte. Der Fachanwalt im Arbeitsrecht gehört im deutschen Berufsrecht der Rechtsanwälte zu den ältesten Fachanwaltsbezeichnungen, welche in § 43c Bundesrechtsanwaltsordnung aufgeführt sind. Inhaltlich ist die Berechtigung für das Führen eines Fachanwaltstitels in der Fachanwaltsordnung geregelt. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht hat der Rechtsanwaltskammer im Verfahren zur Erlangung des Titels folgende Kenntnisse nachzuweisen:

1) individual Arbeitsrecht, der Abschluss und die Änderung eines Arbeitsvertrags und Berufsausbildungsvertrags, Kenntnisse über den Inhalt und die Beendigung des Arbeitsvertrags und Berufsausbildungsverhältnisses einschließlich der Fragen zum Kündigungsschutz, die Grundzüge der betrieblichen Altersversorgung, Schutz der besonderen Personengruppen, insbesondere der Schwangeren und Mütter, der Schwerbehinderten und Jugendlichen, die Grundzüge des Arbeitsförderungsrechts sowie des Sozialversicherungsrechts.

 

2) das kollektive Arbeitsrecht und Tarifvertragsrecht, Personalvertretungsrecht und Betriebsverfassungsrecht, Grundzüge des Arbeitskampfrechts und des Mitbestimmungsrechts.

 

3) das Verfahrensrecht

 

Der Erwerb zum Erlaubnis des Titels Fachanwalt für Arbeitsrecht hat darüber hinaus praktische Komponenten. Der Nachweis zur Bearbeitung von 100 Fällen ist zu führen. Mindestens die Hälfte der Fälle muss ein rechtsförmliches Verfahren betreffen. Insbesondere ist hier anzuführen, dass mindestens fünf Fälle aus dem Bereich des kollektiven Arbeitsrecht stammen müssen.

 

Hinweis von Rechtsanwalt Joachim Schrader, Fachanwalt für Arbeitsrecht Düsseldorf

Arbeitsgericht

Arbeitsgericht Die Gerichtsbarkeit für arbeitsrechtliche Streitigkeiten wird durch das Arbeitsgericht, Landesarbeitsgericht und das Bundesarbeitsgericht ausgeübt. Arbeitsgericht Zuständigkeit im Urteilsverfahren In bürgerlichen Streitigkeiten Zwischen Parteien das Tarifrechts oder zwischen einer Partei des Tarifrechts und Dritten aus einem Tarifvertrag oder das Bestehen oder Nichtbestehen von Tarifverträgen im Urteilsverfahren entscheiden die Arbeitsgerichte. Darüber hinaus sind die Arbeitsgerichte zuständig… weiter lesen

Abfindung versteuern?

Abfindung versteuern? Abfindung versteuern? Im Zusammenhang mit arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen wird dem Arbeitnehmer die Zahlung einer Abfindung angeboten. Die Abfindung ist eine einmalige und außerordentliche Zahlung, die der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber erhält. Die Abfindungszahlung ist damit eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes und des sozialen Besitzstands – sowie der damit… weiter lesen

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Verleihung der Bezeichnung Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Arbeitsrecht –Die Verleihung der Bezeichnung „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ erfolgt durch die jeweilige Rechtsanwaltskammer als Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Der besondere Nachweis der Fachkenntnis zur Verleihung der Bezeichnung Fachanwalt für Arbeitsrecht ist von der Anwältin oder von dem Anwalt für Arbeitsrecht gegenüber der Rechtsanwaltskammer zu führen. Das aufwändige… weiter lesen

LAG Düsseldorf: Außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitglieds

LAG Düsseldorf: Außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitglieds LAG Düsseldorf: Außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitglieds wegen Wettbewerbstätigkeit. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf urteilte am 04.09.2013 zum Aktenzeichen 4 TaBV 15/13 zur Frage, ob die in geringfügigem Umfang ausgeübte Nebentätigkeit als Reinigungskraft für einen Wettbewerber des Arbeitgebers (Gebäudereinigungsunternehmen) gegen die Pflicht zur Unterlassung von Wettbewerb verstößt und ob dies nach den… weiter lesen

Betriebsbedingte Arbeitgeberkündigung Wegfall Hierachieebene

Betriebsbedingte Arbeitgeberkündigung Wegfall Hierachieebene Betriebsbedingte Arbeitgeberkündigung  nach Wegfall einer  Hierachieebene – eine unternehmerische Entscheidung im Fokus des Bundesarbeitsgerichts (BAG): Betriebsbedingte Kündigungen nach Wegfall einer Hierachieebene sind als unternehmerische Entscheidung nur eingeschränkt einer arbeitsgerichtlichen Kontrolle unterworfen. Läuft die Kündigung auf die Streichung eines einzelnen Arbeitsplatzes hinaus verbunden mit einer gewissen Umverteilung der Arbeitsleistungen, muss der Arbeitgeber… weiter lesen

Werbungskosten für arbeitsgerichtlichen Vergleich

Werbungskosten für arbeitsgerichtlichen Vergleich sind nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) dann abzugsfähig, wenn ein hinreichend konkreter Veranlassungszusammenhang zwischen dem Kostenaufwand und den Einkünften liegt. Der Leitsatz: Es spricht regelmäßig eine Vermutung dafür, dass Aufwendungen für aus dem Arbeitsverhältnis folgende zivil- und arbeitsgerichtliche Streitigkeiten einen den Werbungskostenabzug rechtfertigenden hinreichend konkreten Veranlassungszusammenhang zu den Lohneinkünften aufweisen.… weiter lesen

Aufhebungsvertrag mit Verzicht auf Kündigungsschutz

Aufhebungsvertrag mit Verzicht auf Kündigungsschutz bzw. Klageverzicht im Kündigungsschutzprozess – Ist der Aufhebungsvertrag oder Abwicklungsvertrag wirksam oder nicht? Am 27.03.2014 entschied das Landesarbeitsgericht über die Wirksamkeit einer Kündigung, wobei der Kläger im Vorfeld der arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung auf sein Recht, Kündigungsschutzklage zu erheben, verzichtet hatte. Der Arbeitgeber hatte in dem vorliegenden Fall dem Arbeitnehmer eine vorbereitete… weiter lesen